
Jettes Repertoire wechselt zwischen eigenen und fremden Songs, die vorsichtig rockig oder dramatisch poppig sind. Sie kombiniert ihr Gitarrenspiel auf ihrer glitzernden Jackson oder ihrer Stereogitarre von Takamine mit ihrem Gesang und theatralisch-melancholischen, oft zynischen sowie frech-verspielten Texten, die an Künstler*innen wie Faber und Lary erinnern.
Jette kommt gebürtig aus dem hohen Norden, lebt aber seit 16 Jahren in München. Im Schlachthofviertel, in der Isarvorstadt fühlt sie sich wohl. Das Klischee, München sei posh, „Schickeria“ eben, wird in der Nähe vom Bahnwärter Thiel noch nicht erfüllt und deshalb bewegt sich Jette gern in einem 3-Kilometer-Radius um die eigene Achse. In der alternativen Szene, zwischen Kunst und Kultur, fühlt sich Jette wie ein Fisch im Wasser. Genau dort flüchtet sie auch hin, wenn sie die Stadt verlässt – an ein Gewässer. An der Ostsee geboren, die Ferien als Kind immer auf dem Boot verbracht, fehlt ihr das Meer schmerzlich. Mit viel Glück sieht man Jette am Flaucher mit ihrer Flosse auf dem nassen Stein klatschen und nach Luft japsen. Gebt ihr Wasser! Oder eine Bühne …
Die Gitarre spielt Jette seit ihrem 10. Lebensjahr. Sie besuchte ein Musikgymnasium und lässt sich seither von einem Coach an der Gitarre und eine Vocal Coachin ausbilden und begleiten. Musiker und Gitarrist Georg Maier aus Saarbrücken coacht Jette an der Gitarre. Tracey Adele Cooper, Opernsängerin und Vocal Coachin einst aus Connecticut, heute am Gärtnerplatztheater engagiert, coacht Jette im Gesang.
Mit 19 Jahren ist Jette nach England gezogen und hat dort in einem Jazzclub gearbeitet und ihr Genre geformt: Irish Folk, American Folk, melodischer Pop, Indie-Pop, gern mit bluesigen und shuffeligen Zügen. Amy Winhouse, Beth Heart, Jewel, Foy Vance begleiten Jette schon ein Leben lang.
Jette legt die Worte auf die Goldwaage – sprichwörtlich. In der Lyrik fühlt sie sich verstanden und aufgehoben. Ob in alten deutschen Gedichten oder in modern von Lucas Jones - der kreativen Ausdruck von Emotionen ist auch Jettes Sprache. Subtiles Storytelling mit emotionaler Tiefe und ein wenig eleganter Tragik – das ist ihr Stil. Gesellschaftskritische Texte, politische Themen, zwischenmenschliche Beziehungen oder die allgemeine Philosophie bewegen Jette im Alltag. Was sie nicht aus ihrem Kopf bekommt, kommt aufs Papier, bekommt eine Melodie, kommt auf die Bühne.